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Teal Swan: Den Schatten umarmen – eine Buchbesprechung

Hin und wieder gibt es Menschen, die uns zutiefst inspirieren. Teal Swan ist für mich eine von ihnen. Sie hat nicht nur einen jahrelangen rituellen Missbrauch überlebt, sondern sich in den folgenden Jahren selbst und mithilfe anderer geheilt.

Dabei hat sie vor allem eins entdeckt, die Arbeit mit dem Schatten, wie sie es nennt, und die Arbeit mit dem Inneren Kind. Herausgekommen ist dabei der „Completion Process“, den jeder für sich anwenden kann und der nun auch auf deutsch als Buch erschienen ist.

Was ist der Completion Process?

Ähnlich wie in der Hypnotherapie und traumatherapeutischen Ansätzen, wird zunächst einmal ein innerer Ort von Sicherheit und Wohlbefinden hergestellt, denn wer sich seinen Verletzungen stellen möchte, tut gut daran, zunächst einmal Kraft zu tanken.

Nun folgt das intensive Wahrnehmen und Anerkennen der Gefühle im Hier und Jetzt. Was ist da? Wo im Körper ist es spürbar?

Von diesem inneren Zustand aus wird nun eine Reise in die Vergangenheit angetreten, ganz wie in der Regressionsarbeit der Hypnotherapie. Aus dem Unbewussten taucht das innere Kind auf, das mit diesem Gefühl oder einer Situation konfrontiert war, welche es in dem Moment des Auftretens nicht verarbeiten konnte. So entstand ein Trauma, welches auch nach Jahrzehnten noch aktiv sein kann.

Teal Swan will die „störenden“ Gefühle dabei als Hinweisträger wahrgenommen wissen.

Was uns im Leben begegnet, all die Ecken und Kanten, die Hindernisse und Schmerzen, die uns das Leben in den Weg zu werfen scheint, sind oftmals unsere inneren Verletzungen, das innere Kind, das noch immer um Anerkennung ringt und auf unsere Liebe hofft.

Das Innere Kind wird im Completion Process in seiner Not wahrgenommen und schließlich in versorgt.

Es wird schließlich eingeladen sich mit an den Ort der Ruhe zu bewegen und dort weiter in Liebe gehalten.

Eine klassische Innere Kind Arbeit eigentlich. Was macht ihn also besonders?

Teal Swan sagt selbst, dass sie in diesen Prozess nicht selbst erfunden hat.

Sie hat lediglich hilfreiche Teile schon vorhandener Ideen aus der Traumatherapie, der Hypnotherapie und anderen Ansätzen neu zusammengesetzt.

Herausgekommen ist eine übersichtliche Abfolge von Schritten, die nach dem Lesen des Buches tatsächlich selbst anwendbar sind.

Besonders schön ist, dass Teal Swan einige Begriffe wie „Projektion“ und „Schatten“ ausführlich und gut erklärt, so dass eine Klarheit geschaffen wird, mit der es sich gut arbeiten lässt.

Ich würde dieses Buch jedem empfehlen, der sich für die Arbeit mit dem Inneren Kind interessiert und auch allen, die sich schon gefragt haben, wie sie mit „unerwünschten“ Gefühlen und / oder blockierter Lebensenergie umgehen können.

Es ist kurzweilig und lebensnah geschrieben, und enthält neben den theoretischen Erklärungen auch viele Praxisbeispiele.

Hier einen Blick ins Buch werfen!

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